Albert Schweitzer

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Albert Schweitzer wurde im Januar 1875 in Kaysersberg bei Colmar geboren. Nach seinem Studium in Straßburg, Paris und Berlin wurde er 1900 Pfarrer der Gemeinde Sankt Nicholas in Straßburg, ein Jahr später Leiter des dortigen theologischen Seminars. Während dieser Zeit machte er sich auch als Organist, Orgelbauer und Musikwissenschaftler (Johann Sebastian Bach; französisch 1905, deutsch 1908) einen Namen.

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Anlässlich seines 100. Geburtstages erschien im Januar 1975 die erste Briefmarke ihm zu Ehren. Sie ist in blau/schwarz gehalten und hat einen Nennwert von 70Pf. 25 Jahre später, im Januar 2000, wurde eine zweite Albert-Schweitzer Briefmarke (110Pf) herausgegeben.

Religiöse Schriften

Mit Das Messianitäts- und Leidensgeheimnis (1901) und Von Reimarus zu Wrede (1906) schuf Schweitzer wichtige Beiträge zur Leben-Jesu-Forschung. Andere theologische Schriften wie Die Mystik des Apostels Paulus (1930) untersuchen das Neue Testament unter eschatologischer (heilsgeschichtlicher) Perspektive.

Medizin und Philosophie

Von 1905 bis 1913 studierte Schweitzer Medizin an der Universität Straßburg. 1913 ging er als Missionsarzt nach Lambaréné (heute in Gabun). Dort gründete er 1927 ein Tropenhospital, in dem im ersten Jahr fast 2 000 Patienten behandelt wurden. Von 1917 bis 1918 war Schweitzer als deutscher Staatsangehöriger in Frankreich interniert. Während seiner Haft verfasste er zwei Bände einer zivilisationskritischen Studie (Kulturphilosophie, 1923). Darin propagiert Schweitzer die "Ehrfurcht vor dem Leben", ein bereits früh in seinem Leben entwickeltes Losungswort.

Schweitzer blieb bis 1924 in Europa und kehrte dann nach Afrika zurück. Trotz vieler Hindernisse baute er sein Hospital auf und richtete es u. a. zur Behandlung Leprakranker ein. Unterbrochen von seinen Reisen war er hier bis zu seinem Tod tätig. Auf seinen zahlreichen Reisen nach Europa hielt er Vorlesungen und gab Orgelkonzerte. 1951 erhielt Schweitzer den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 1952 den Friedensnobelpreis. Am 4. September 1965 starb er in Lambaréné. Zu seinen weiteren Werken gehören Reich Gottes und Christentum (1967) sowie die Autobiographie Aus meinem Leben und Denken (1931).

Weitere Infos beim Albert-Schweitzer-Zentrum.