Der Werwolf Lucius Lupus

Geschichten und Gedichte

von Jan Habermehl

Von einem Ort, neben dem ein Wald lag, handelt diese Sage. Es soll hier ein Werwolf gelebt haben. Sein Name war Lucius Lupus. Es wurden viele tote Menschen im Wald gefunden. Meistens waren es Frauen und Kinder. Sie hatten Arme und Beine weggefressen, und ihre Innereien waren alle aus dem Körper heraus geholt. Dann wurden 5 Reiter losgeschickt. Als sie im Wald waren, wurden sie von einem riesigen Wolf angegriffen, der fast alle tötete. Die, die es überlebt hatten, rannten so schnell sie konnten ins Dorf und erzählten es den Dorfbewohnern. Ein guter Freund von Lucius Lupus, der wusste dass er ein Werwolf war erzählte es den Leuten, die im Dorf lebten. Die gingen jetzt nie mehr in den Wald, aus Angst dass sie getötet wurden. Doch die mutigsten Männer wollten Lucius fangen, und ihn danach auf dem Dorfplatz töten. Das gelang ihnen in kürzester Zeit, sie kamen mit Hunden und Pferden, kreisten den Wolf ein- und zapp, da hatten sie ihn auch schon im Netz, mit dem sie ihn fangen wollten. Nach der erfolgreichen Jagd brachten sie ihn zum Dorfplatz. Dort stand ein Galgen. Auf ihn wurde der Wolf gelegt, ihm wurden Arme und Beine abgeschnitten und danach der Kopf abgeschlagen. Der Rest, der übrig blieb, wurde ins Feld geworfen. Als der Werwolf dann tot war, feierten die Dorfbewohner ein großes Fest. Doch im nächsten Sommer, als der Weizen hoch stand, hörten die Dorfbewohner das Heulen eines Wolfes aus dem Feld. Der Geist von Lucius hat überlebt.