Von Steinau zur Nidderquelle und nach Nidderau
Eine Tagestour von 90 km mit dem Rad
Thomas Teschner (9 Jahre)
Papa und ich standen um 6:00 Uhr auf, denn um 7:05 Uhr fuhr unser Zug. Aber die Bahn kam nur mit Verspätung. In Hanau stiegen wir in eine Bahn um, die pünktlich abfuhr. Unterwegs ging die Sonne auf . Endlich in Steinau, wir kauften uns Rosinenbrötchen und fuhren los. Auf den Wiesen war Reif, die Finger waren kalt und öfters hielten Papa und ich an, um die Nase zu putzen. Die Fahrt ging durch einen Wald, unterhalb floss ein Bach. Es war 9:40 Uhr als wir auf einem Parkplatz oberhalb von Ürzell Pause machten. Die erste Strecke, etwa 35 km bis zum hohen Vogelsberg, waren Straßen. Es ging ständig bergauf. Ich habe gehofft, auf einen Radweg zu kommen. Die nächste Pause war in Freiensteinau. Es wurde uns immer wärmer, denn die Sonne stand jetzt sehr hoch. Aus Freiensteinau fuhren wir gegen 10:20 Uhr los. Wir mußten ein Stück bergauf bevor es runter in Richtung Grebenhain ging. Auf der Talfahrt hielten Papa und ich an, um am Niedermooser Teich ein Foto zu machen. Vor der Abfahrt haben wir das Schild 500m über NN gesehen. Papa dachte, jetzt haben wir fast die Spitze des Vogelsbergs erreicht. Dann ging es bergab nach Grebenhain und ein Stückchen in Richtung Friedberg an einer Straße entlang mit viel Autoverkehr. Es ging wieder ständig bergauf , plötzlich sah Papa ein Schild mit der Aufschrift: Rhein-Weser-Wasserscheide. In Herchenhain, auf einer Höhe von über 700 m, haben wir gegessen, es hat uns gut geschmeckt aber war auch ein bisrchen teuer. Dann machten wir uns auf und suchten die Nidderquelle, es ging noch einmal bergauf. Wir trafen einen alten Wanderer, der uns den Weg zum Nidderquellegebiet zeigte. Wir suchten die Quelle aber fanden die Nidder erst im Tal oberhalb des Ortes Sichenhausen als kleinen Bach. Jetzt war es schon 15:40 Uhr und weiter geht es. Wir haben uns immer nach dem Radweg durchgefragt. Es waren schöne Wege abseits der Autostraßen. In Hirzenhain besuchten wir kurz die Buderus-Kunstgiesserei. Dann ging es weiter durch den Wald nach Lißberg, durch Ortenberg und Selters. Auf der Straße nach Stockheim, die Endstation der Niddertalbahn, durch Glauberg nach Enzheim fuhren wir trotz der Müdigkeit flott, weil wir befürchteten, es könnte dunkel werden. Ab Enzheim benutzten wir nur noch Radwege durch Lindheim nach Altenstadt, vorbei an Oberau, über Höchst und Eichen. Kurz vor der Ankunft um 18:30 Uhr in Heldenbergen sahen wir die Sonne untergehen.

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