Die Insel der ruhelosen Leichen
Von Robert Redisch
Tobias und Mark sind beide 14 Jahre alt. Sie sind richtige Diebe. Sie gehen immer mal an den Hafen und stehlen Schiffladungen. Doch bei diesem Mal hat sie das Glück verlassen.
Das Schiff hatte abgelegt, bevor Mark und Tobias wegrennen konnten. Sie waren auf dem Schiff gefangen, also Blinde Passagiere. Sie sind durch eine Luke hoch auf das Deck geklettert. Dort sind sie in ein Rettungsboot gesprungen.
Sie ruderten weit, bis an eine verdorbene und von Blitzwolken umgebene Insel. Sie legten an der Insel an und sahen eine Höhle, wo Licht brannte. Sie dachten, sie könnten etwas zu essen bekommen. Sie dachten, in der Höhle leben Menschen, die ihnen Essen geben. Sie gingen in die Höhle. Aber in der Höhle waren nur Leichen. Eine Leiche bewegte sich. Nach und nach bewegten sich alle Leichen. „Sie graben etwas aus.“, sagte Tobias. Mark flüsterte: „Sieh doch mal, der eine macht gar nichts.“ Plötzlich hörten die Leichen auf zu graben. Das Feuer wurde auf einmal rot, dann grün und als letztes schwarz. Die Leichen hatten eine goldene Kette mit Rubinen ausgegraben und brachten sie zu ihrem Häuptling. Tobias und Mark rannten zu einer Flagge. Sie stecken die Flagge mit dem schwarzen Feuer an und verbrannten damit die Leichen. Auch der Anführer war tot. Aber aus den Knochen und aus der Höhle wuchs ein Gigant mit einem Felsenschwert. Der Gigant hatte die Kette um. Er sagte: „Ihr kleinen Kinder, diese Kette ist verzaubert.“ Sie warfen mit Steinen. Tobias traf die Kette. Doch der Gigant hatte sie noch um. Der Gigant sagte: „Seid ihr so blöd mit einem Stein zu werfen, nutzt nichts.“ Mark warf noch einmal mit einem Stein und rief: „Wir sind nicht blöd!“ Die Kette brach, der Spuk war vorbei. Doch die Höhle war leider in einem Vulkan. Der Vulkan brach aus. Tobias und Mark paddelten mit dem Rettungsboot so schnell sie konnten. Die Lava prahlte in das mehr und sie wurden nach Hause gespült. Dort angekommen sprachen sie einen Schwur: „Wir werden nie wieder etwas stehlen.“
Ende

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